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Sternstunden am 19.01.2024 auf der Vosslinke am Osnabrücker Piesberg


Es werden die Sternstunden vom 19.01.2024 beschrieben. Auf der Vosslinke am Piesberg hatten sich 23 Besucher versammelt, um in den Weltraum zu blicken. Mond, Jupiter, Orion- und Andromeda-Nebel, es gab viel zu sehen.


Am Freitag, 19. Januar 2024 hatten wir von kosmos-os in Kooperation mit dem Museum Industriekultur um 18:00 Uhr zu den Sternstunden auf die Vosslinke* am Piesberg, dem Osnabrücker Hausberg, eingeladen. Das Wetter spielte mit, auch wenn einige Wolken kamen und gingen, blieb der Himmel ausreichend klar. Der Halbmond und Jupiter standen leuchtend am Himmel. Später gesellte sich das Sternbild Orion dazu, das im Osten aufging. Es waren 23 interessierte Besucher gekommen. Sie waren unserer dringenden Empfehlung gefolgt und gegen die Temperaturen unter null Grad warm angezogen.


Es war kalt. Das tat dem Interesse der Besucher keinen Abbruch.


Unsere Besucher konnten sich die Kraterlandschaft des Mondes durch drei unterschiedliche Teleskope anschauen und bekamen zu den Kratern, zum Mond allgemein, zur Mondentstehung und unter Mithilfe eines Modells auch zu den Mondphasen ausführliche Erläuterungen. So auch beim hoch am Himmel stehenden Jupiter mit seinen beeindruckenden Streifen und den vier galileischen Monden. Allein diese beiden Objekte live anzuschauen, führte den Gästen die Dimensionen des Alls sehr praktisch vor Augen. Wir hörten nicht nur Staunen sondern auch anerkennende Kommentare.


Auch der Blick nach oben ohne Teleskop hatte seinen Reiz.


Neben den visuellen Teleskopen war auch noch ein weiteres besonderes Teleskop vorhanden. Es konnte vollautomatisch lange Belichtungen durchführen und so auf einem Tablet Objekte sichtbar machen, die sonst bei der Beobachtung nur mit Auge und Teleskop unmöglich zu sehen wären. Die Entfernungen dieser Objekte – wie z.B. Orionnebel oder Andromedagalaxie – führten unsere Besucher dann noch viel weiter hinaus ins All.


So sah der Orionnebel auf dem Tablet aus, nachdem das spezielle Teleskop 24 Minuten „draufgeschaut“ hatte.


Gegen Ende der Sternstunden war auch das Sternbild Orion vollständig aufgegangen.


Zum Schluss gab es nochmal ein Lob für die Veranstaltungsform der Sternstunden, die wir nach Meinung der Gäste unbedingt weiterführen sollten. Bis zum nächsten Mal bei den Sternstunden auf der Vosslinke oder auf einem Bürgersteig in Osnabrück!


Kurz vor Beginn der Sternstunden. Die Teleskope sind aufgebaut und eingerichtet.
V.l.n.r. Gerold, Olaf, Achim, Werner, Thomas


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* Sterne sind überall zu sehen in Osnabrück, manchmal sehr schwer, wenn viel Kunstlicht stört und manchmal leichter, wenn das Stadtlicht weit genug entfernt ist. Am Piesberg auf der Vosslinke, einem der dunkelsten Orte im Osnabrücker Stadtgebiet, sind die Bedingungen zur Sternenbeobachtung bestens. Dachten wir… Aber es kam anders.

Auf dem sonst dunklen Platz war kurzfristig eine Art Teststrecke für eine Fahrbahnführung des Elbtunnels aufgebaut worden, die vielleicht aus Sicherheitsgründen mit mehreren grünen Strahlern beleuchtet wurde. Das war zwar störend, hat aber nicht das geplante Himmelserlebnis verhindert.