Leuchtende Nachtwolken, NLCs

Die Sommersonne ist schon lange untergegangen. Die ersten Sterne zeigen sich. Es wird Nacht. Trotzdem kann man an manchen Sommerabenden nach Norden hin bläulich-weiße, feinstrukturierte Wolken sehen. Das sind die sog. nachtleuchtenden Wolken. Normalerweise entstehen Wolken in der Troposphäre in Höhen bis etwa 10 km. Die nachtleuchtenden Wolken haben ihr Reich in viel höheren Bereichen der Erdatmosphäre, in der sog. Mesopause – in deutlich über 80 km Höhe. Warum in dieser gewaltigen Höhe überhaupt Wolken entstehen, ist bisher nicht wirklich geklärt. Zur Entstehung von Wolken braucht es „Kondensationskeime“, und woher die in dieser Höhe kommen, ist bisher unbekannt – sie könnten von verglühten Meteoren stammen. Weil die Wolken so hoch sind, werden sie nach Sonnenuntergang noch lange bis weit in die Nacht von der Sonne angestrahlt und zeigen uns das unwirkliche Leuchtschauspiel am Himmel.


Leuchtende Nachtwolken über Hasbergen am 29.6.25, Aufnahme: Anja Drews


Leuchtende Nachtwolken und darüber, weit entfernt der Komet Neowise am 11.07.2020, Aufnahme: Thomas Grunge


Leuchtende Nachtwolken über Icker, Aufnahme: Werner Wöhrmann


Ein Zeitraffervideo, Aufnahme: Thomas Grunge


Wir haben einen eigenen Bericht über die Forschung zu Leuchtenden Nachtwolken, den man hier findet:

https://kosmos-os.de/leuchtende-nachtwolken-nlc/


Wer mehr zu diesem Phänomen wissen möchte, findet hier weitere Infos:

https://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtende_Nachtwolke


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