Es ist die Zeit der Fußballweltmeisterschaft 2026. Alle reden vom Runden, das ins Eckige soll. Der Titel hat aber trotzdem nichts mit dem Fußball zu tun, wohl aber mit dem runden Mond. Es geht um die – ebenfalls weltweite – Aktion „On The Moon Again“ (https://www.onthemoonagain.org/). An 611 Orten in 57 Ländern kamen Menschen zusammen, um gemeinsam den Mond zu beobachten und dem Zauber der Landung der ersten Menschen auf dem Mond nachzuspüren.
Zwei zu Drei? Wir von kosmos-os hatten die öffentlichen Beobachtungen für drei Abende, nämlich den 19., 20. und 21 Juni 2026, geplant. Den ersten Termin mussten wir wegen zu schlechter Beobachtungsbedingungen ausfallen lassen. Aber an den beiden anderen Abenden konnten wir erfolgreich unsere Teleskope auf den Mond richten. Deswegen: Zwei zu Drei. Das war für uns angesichts Osnabrücker Wetterverhältnisse ein schöner Erfolg.
Unsere Besucher haben es uns gedankt. Alle waren vom unmittelbaren Anblick unseres nächsten kosmischen Nachbarn sehr angetan. Denn näher kann man dem Mond als normaler Erdenbürger nicht kommen. Bilder im Internet verblassen gegen das unmittelbare Erleben des Mondes im Teleskop direkt unter einem abendlichen Sommerhimmel.
Weil wir an beiden Terminen früh um 20 Uhr gestartet waren, hatten wir neben dem Mond auch noch die Sonne mit zahlreichen Flecken „im Angebot“. Später dann kamen noch Venus – etwas mehr als halb beleuchtet – und am 21. Juni auch noch das farblich beeindruckende Doppelsternsystem Albireo im Sternbild Schwan und das Vierfachsternsystem Epsilon Lyrae in der Leier dazu.
Es waren zwar die längsten Tage des Jahres und damit wenig Dunkelheit, für uns waren es aber zwei sehr schöne Astronomieabende. Zwei zu Drei eben.
Impressionen

Copyright: https://www.onthemoonagain.org/

Zu Beginn war es noch recht hell. Aber auf dem Mond waren aber Krater und Mare durch die Teleskope schon gut zu erkennen.
Aufnahme: Carsten Debbe

Ausführliche Erklärungen gab es natürlich auch.
Aufnahme: Gerold Holtkamp

Alles ist aufgebaut.
Aufnahme: Werner Wöhrmann

Mond und Venus (ganz rechts im Bild) sorgten für einen prächtigen Anblick.
Aufnahme: Gerold Holtkamp