Der Mond hoch am Himmel besonders deutlich in der klaren Luft; Venus, der Abendstern, leuchtend im roten Abendhimmel über dem dunklen Horizont; dazwischen Jupiter, der größte unter den Planeten; und nun auch schon mit der aufziehenden Nacht die hellsten Sterne: Capella, Castor, Pollux, Arcturus und all die anderen, immer mehr, kaum zu zählen. Dort oben am Himmel. Und unten?
Unten sind die Sternstunden auf der Vosslinke in vollem Gange. Um 21 Uhr waren sie planmäßig gestartet. Da war es noch recht hell. Das Sternstundenteam von kosmos-os hatte bereits seinen ansehnlichen Gerätepark aufgebaut. Vom kleinen Linsenteleskop bis zum sehr großen Spiegelteleskop erwartete die Besucher eine große Bandbreite an Beobachtungsmöglichkeiten. Über 20 Besucher waren gekommen, groß und klein, alt und jung.
Jetzt gegen 22 Uhr zeigt die Vosslinke ihre starke Seite. Sie ist dunkel wie kaum ein anderer Ort in Osnabrück. Der Mond mit all seinen Kratern und vielfältigen Strukturen beeindruckt wie immer. Venus im großen Teleskop zeigt eine ähnliche Phase wie unser Mond. Das erstaunt. Jupiter in jedem Teleskop lässt mit den Streifen auf seiner Oberfläche und seinem „Mondballett“ eine für uns auf der Erde kaum vorstellbare Größe erahnen. Das Mehrfach-Sternsystem Castor ist der erste Halt außerhalb unseres Sonnensystems. Es folgen die beiden Kugelsternhaufen M3 und M13 in riesiger Entfernung, geheimnisvoll schön. Währenddessen arbeitet eines unserer Teleskope automatisch und erstellt ein Bild der noch viel weiter entfernten Galaxie M81 im Sternbild Große Bärin. Das alles nehmen unsere Besucher mit, als sie gegen 23 Uhr die Vosslinke verlassen. Vielleicht dürfen wir sie bald wieder zu einem weiteren astronomischen Erlebnis bei unseren Sternstunden am Piesberg begrüßen.
Impressionen

(Aufnahme: Carsten Debbe)

(Aufnahme: Werner Wöhrmann)

(Aufnahme: Olaf Homeier)

(Aufnahme: Olaf Homeier)

(Aufnahme: Olaf Homeier)